jedes herz ist eine revolutionäre zelle.




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eine zeit lang hatte ich sehr sehr große angst davor, dass man meinen namen vergisst. nicht nach meinem tod. ungefähr drei minuten, nachdem man mich gesehen hat. nein. falsch. ich hatte angst davor, dass man meinen namen nicht einmal wissen wollte, dass er einem egal war. ich hatte angst davor, dass ich nicht wahrgenommen werde und im schatten stehe, während die sonne scheint.

tja. ich habe es immernoch. allerdings wissen in letzter zeit erstaunlich viele leute meinen namen. oder sie fragen mich. sie stellen sich vor. sie stellen mich anderen vor. ich glaube, solche dinge habe ich viel zu selten erlebt.

ich weiß nicht, ob dasselbe passiert wäre, wäre ich niemals gefallen. und ich bin froh um die erfahrungen, die ich sammeln durfte. ich bin froh, dass ich es geschafft habe. ehrlich. was ist schon geschafft? für mich ist es in diesem fall sehr viel. es ist das besinnen bevor es zu spät ist, die einsicht. okay. vielleicht hatte ich die von anfang an. aber die taten haben ganz einfach gefehlt, der mut war nicht da, einen fuß vor den anderen zu setzen. anfangs war es ein kleines zucken. dann ein winziger schritt. stolpern nach vorne. dann kam der sprung, dann das laufen. so war das. ich bin sehr froh darum. ehrlich. 

3.3.07 23:30


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As I go, remember all the simple things you know,
My mind is just a crutch and I still hope,
that you will miss me when I'm gone...

 

erinnerungen können die schönsten dinge sein, die einem geschenkt werden können.

wenn man geht, will man doch ab & zu vermisst werden.

ich fürchte mich davor, dass andere leute gehen. die sache ist nicht die, dass ich sie hierbehalten will, ich habe nur angst, sie nie wieder zu sehen. auch leute, die ich eigentlich gar nicht kenne. klar, ich werde darüber hinwegkommen. nur ist es komisch, dass augen, in die man schon gesehen hat, verschwinden. ich frag mich, ob man menschen ersetzen kann. kann man blaue augen gegen grüne einttauschen und den farbunterschied nicht bemerken? ich denke schon, dass das auffällt, und auch, wenn man es weiß, ist grün eben trotzdem kein blau. ich kann mir nicht vorstellen, dass man geht und nie mehr wieder kommt, genauso wenig, wie ich mir vorstellen kann, dass man hunderte von kilometern fährt, um ein lächeln zu sehen. für mich ist es vorbei, wenn es mehr als eine stunde entfernung ist. nein. nicht direkt. käme die person immer wieder zurück natürlich nicht. aber besuche vergehen, die sehnsucht auch. die sehnsucht nach dem menschen, nicht nach den gefühlen. und plötzlich ist alles weg. und ich stehe alleine da. ein kleines mädchen im regen.

und das einzige, was am ende bleibt, sind die erinnerungen. ich habe so große angst davor, zu vergessen. ich will meine erinnerungen einsperren und aufbewahren, in einem großen buch. und irgendwann werde ich irgendwo sein, wo ich es nie für möglich gehalten hätte, und die seiten sind vergilbt, aber die schrift trotzdem noch lesbar, und die namen werden in meinem kopf rumschwirren. mir wird schwindelig werden und dann wird es blitzen und die bilder sind da. nur was mache ich, wenn die namen nur buchstaben bleiben? ich vergesse jetzt schon so viel. und die erinnerung ist weg. die erinnerung an all das tolle des moments. und ich werde den höhenrausch vergessen haben, das herzglühen und den regen im gesicht.

6.3.07 20:33


mir ist eingefallen, dass man sich doch immer zwei mal im leben sieht.
6.3.07 20:41


ich freue mich auf mein leben. größtenteils.

zeitweise hatte ich angst davor. ich hab immernoch zukunftsangst. aber nicht mehr so sehr. ich denke einfach an die schönen dinge.

und besonders denke ich an all die schönen dinge, die ich bereits erlebt habe. es kommt darauf an, wie man schön definiert, aber ehrlich, für mich ist ein abend schön, an dem ich fünf worte von menschen zu hören bekomme, die ich toll finde. jeder blick, jedes lächeln, jede berührung, wirklich jedes wort, jedes lachen, jeder schritt, den ich sehen darf und jeder blick in die augen. ein paar wörter sind schon schön, worte noch besser und eine unterhaltung die krönung. ich erhoffe und ersehne keine worte, sondern ich nehme sie glücklich an, wenn sie kommen. es ist nicht so, als säße ich da in der hoffnung, jemand möge mir einen augenblick seine aufmerksamkeit schenken. aufmerksamkeit ist auch eines der größten geschenke, wenn man mal darüber nachdenkt. ich glaube nicht, dass es viele dinge gibt, die wichtiger als aufmerksamkeit sind. auf jeden fall ist das schön für mich.

ich mag es, jede wimper einzeln an den augenlidern zu erkennen. das fällt mir gerade auf.

ich mag ein streicheln über meine wange.

ich mag es einfach da zu sein.

ich denke, wenn man all diese kleinen dinge berücksichtigt, wenn man sie sich vor augen führt und sie auskostet, merkt man, wie kostbar die kleinsten dinge sein können. man muss sie eben nur sehen. auch mit dem herzen. ein blick, der das herz nicht trifft, ist nicht schön. ich glaube, man muss es spüren. ich glaube, man muss worte mit dem herzen hören, nur so können sie die seele berühren. wenn sie von geliebten menschen kommen, hat man die augen doch zu, weil sich das sehen auf das herz verlagert hat. 

7.3.07 21:29


ich kann den ganzen tag bilder gucken. das mache ich auch sehr oft.

und dann fange ich an, die leute auf den bildern in verschiedene freundeskreise einzuordnen. weiß der geier nach welchen kriterien. 

wenn ich am ende angekommen bin, fühl ich mich komisch, weil es so viele leute gibt, die so total anders scheinen als ich. ich würde nicht sagen, dass sie mich abstoßen, aber in irgendeiner weise bin geradezu erleichtert, meine freunde zu kennen. nicht, dass ich denke, wir seien etwas besseres. aber für mich sind sie besser. anders. passt besser.

und dann merke ich, was ich daran hab. bilder von ihnen ziehen in meinem kopf vorbei. nicht nur bilder von richtigen freunden. auch einfach bilder von leuten, die ich kenne, und vor allem von leute, die ich gerne kennen würde.

tja. ich bin gerade sehr erleichtert, dass es diese leute gibt, und dass wir alle so normal sind. 

10.3.07 19:39


ich frage mich voll oft ab wann man jemanden kennt. also ich meine kennen nicht im sinne von richtig gut kennen sondern wann sagt man "hallo"?

das ist ein ewiges thema. ich sage selten von mir aus hallo, weil ich angst habe, dass die leute mich nicht kennen. wäre schlecht fürs ego. naja. auf jeden fall frage ich mich es oft. peinlich wird es erst, wenn mir leute winken oder hallo sagen, von denen ich nicht weiß, ob ich sie nun "kenne" oder nicht und mich erst einmal umdrehe, um sicher zu gehen, das mir das zeichen gilt.

naja. zum glück "kennen" mich mittlerweile mehr leute als früher. ich darf also jeden abend ein stoßgebet dafür senden. 

12.3.07 19:16


im moment habe ich angst davor, dass die zeit zu schnell vorbei geht.

die zeit ist nun eben die zeit und man kann sie nicht ändern und das wollte ich auch gar nicht.

ich habe nur so angst, dass alles an mir vorbeirast und bunt und verschwommen ist, wie ein traum so schön und dass die sommerabende nach freiheit riechen, mein kopf voll mit rauch ist und dass ich kaum noch atmen kann, aber doch mehr als genug luft, um zu leben.
 und dann schmeißt es mich aus den wolken und ich muss lernen alleine zu gehen. klar, irgendwann muss jeder. aber ich will doch nur meine jugend und ich will alles falsch machen dürfen. keiner verlangt, dass man alles kann, das problem ist nur, dass man nichts dafür kann, nein,vielleicht nicht, aber dass das gewissen nicht so belastet ist wenn man es im vollsten bewusstsein tut, richtig zu handeln. ich merke es nur schon jetzt ab und zu in kleinen dingen, wie ich merke, dass ich mehr weiß, dass nicht alles richtig ist und ich es nur nicht einsehen will, um mir alles zu erleichtern, weil es mir zu viel verantwortung ist. das problem ist nur, dass genau das missbrauch ist.

ich habe angst, dass ich mehr weiß.

ich habe angst, dass der warme rauch absteht und sich in meinen kleidern einnistet, dass der rausch zu einem kater wird und dass das bunte verwelkt. ich habe angst, dass ich mir die füße breche und meine krücke zu schwach ist. im allgemeinen habe ich angst, mein unschuld zu verlieren und meine jugend abzuwerfen.

schön, dass ich das sage. in meinem alter. meine jugend hat gerade erst begonnen.  

es tut nur so weh, die seifenblasen aufkommen zu sehen.

19.3.07 20:02


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